WASH FORM 

Eröffnung: 17. Juli 2026, ab 18 Uhr

17.–25. Juli 2026

MOM art space

Valentinskamp 34A

20355 Hamburg

Gespräch zur Ausstellungseröffnung

17. Juli 2026, 19 Uhr

Moderation:

Dr. Anne Simone Kiesiel

Washing as Labor, Care, Maintenance, and Artistic Practice

Zu Gast sind Marcia Breuer, Omid Arabbay 

Mit der Ausstellung WASH FORM präsentiert Elena Bulycheva ein laufendes künstlerisches Forschungsprojekt über das Waschen als Form von Reproduktionsarbeit, Care-Arbeit und künstlerischer Praxis.

Ausgangspunkt der Arbeiten ist eine einfache Frage: Warum gelten Waschen und Putzen – Tätigkeiten, die für das Funktionieren des Alltags unverzichtbar sind – historisch als minderwertige Arbeit? Wer verrichtet diese Arbeit, und weshalb bleibt sie häufig unsichtbar? Welche Bedeutung erhält sie, wenn sie zum Gegenstand künstlerischer Forschung wird?

In ihren Arbeiten nutzt Bulycheva den Waschprozess nicht nur als Thema, sondern als Methode. Leinwände werden gewaschen, deformiert und transformiert. Die Waschmaschine wird zum künstlerischen Werkzeug, das traditionelle Vorstellungen von Malerei, Materialität und Autonomie, Autorschaft herausfordert. Dabei entstehen Werke zwischen Malerei, Skulptur, Performance und sozialer Praxis.

Die Ausstellung knüpft an Debatten über Care, Maintenance und feministische Kunst an und fragt zugleich, inwieweit sich die kulturelle und künstlerische Wahrnehmung dieser Tätigkeiten seit der Veröffentlichung von Mierle Laderman Ukeles’ Maintenance Art Manifesto verändert hat.

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